BNN-Serie zu 100 Jahre Umzug

Sitzungen 2013

Hauptversammlung 2012

Die Richtung stimmt, die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden geht mit Volldampf in die Zukunft. So jedenfalls der Tenor der bestens besuchten Hauptversammlung im „Ochsen“. Einstimmig sind nach dem im April erfolgten Rücktritt von Zunftmeister Torben Glasstetter dessen Aufgaben für ein weiteres Jahr bis zur nächsten ordentlichen Wahl an den bisherigen zweiten Zunftmeister, Ruben Schnepf, und an den bisherigen dritten Zunftmeister, Reiner Karcher, übertragen worden.
Etwas Bauchweh machen der Narrenzunft rückläufige Zuschauerzahlen sowohl bei den Sitzungen als auch beim Umzug. „Wir gehen mutig in die Zukunft und wollen mit innovativen Ideen vor allem jüngere Zuschauer erreichen“, kündigte Zunftmeister Ruben Schnepf an. Die Weichen hierzu haben die Gremien der Narrenzunft bereits in den vergangenen Wochen im Rahmen einer Klausurtagung gestellt. In den nächsten Wochen, so der Vorstand, müssten die Vorschläge nunmehr umgesetzt werden. „Wir leben unsere Schmalzlocher Tradition, aber wir werden den Rahmen an den Lauf der Zeit anpassen“, kündigte Ruben Schnepf an.
Besonderen Stellenwert wird im kommenden Jahr der Umzug bekommen, denn in Hörden fand 1913, also vor 100. Jahren, zum ersten Mal urkundlich erwähnt ein Fastnachtsumzug statt. Ordensmotiv und Motto sind damit bereits vergeben. Aus den Jahresberichten der Arbeitskreisleiterinnen und –leiter war einmal mehr das rege Vereinsleben der Schmalzlocher Narren lebendig geworden, ohne das die zahlreichen Großveranstaltungen im Jahresverlauf nicht zu bewältigen wären. Als besonderer Erfolg ist dabei die Neuausrichtung der Schmalzlocher „Maskengaudi“ hervorgehoben worden, die auch im kommenden Jahr in ähnlichem Stil stattfinden soll. Noch mehr Fasent-„Show“ versprechen die Schmalzlocher Narren bei den Damen- und Herrensitzungen.
Gardeleiterin Laura Kappler kündigte an, dass nach einem Jahr Pause auch die Flößergarde wieder an Turnieren des Bund Deutscher Karneval teilnehmen wird, nachdem sich die Gruppe auf 30 Aktive vergrößert hat. Insgesamt sind derzeit – ohne Männerballett – 86 Tänzerinnen in der Tanzgarde aktiv. Von einem leichten Plus für das Geschäftsjahr 2011 berichtete Schatzmeisterin Tanja Karcher.
Ortsvorsteher Mathias Albrecht würdigte das Engagement der Narrenzunft und lobte vor allem, dass der Generationswechsel insgesamt sehr gut geklappt habe. Respekt zollte er dem jungen Zunftmeister Ruben Schnepf, der trotz Abi-Stress eine herausragende Rolle gespielt habe. Schnell abgewickelt waren die Regularien: Björn Stolle ist neu in den Großen Rat aufgenommen worden. Sandra Tschan und Michael Schiel sind zu Kassenprüfern bestellt worden.

Zunftmeister zurückgetreten

Zum Rücktritt des Zunftmeisters hat die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden am 4.4.2012 folgende Presseerklärung abgegeben:

Knapp ein Jahr nach dem Generationswechsel im Vorstand der Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden gibt es erneut eine Veränderung. Zunftmeister Torben Glasstetter hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. In einer Sondersitzung hat sich der Vorstand der Narrenzunft mit dem Thema abschließend befasst und den Rücktritt einmütig zur Kenntnis genommen. Ausdrücklich bedankt sich der Vorstand bei Torben Glasstetter, der im vergangenen Jahr als einziger bereit gewesen war, sich an die Spitze des Vereins wählen zu lassen. Es wurde satzungsgemäß beschlossen, bis zur nächsten Hauptversammlung, die am 15. Juni, um 20 Uhr im „Ochsen“ stattfinden wird, den zweiten Zunftmeister, Ruben Schnepf, mit der Vertretung des ersten Zunftmeisters zu beauftragen. Der dritte Zunftmeister, Reiner Karcher, übernimmt in dieser Zeit die Rolle des zweiten Zunftmeisters. Über eine eventuelle Nachwahl soll dann in der Hauptversammlung Beschluss gefasst werden.

Der närrische OB zur närrischen Weltordnung

BNN vom 12.1.2012

Damen- und Herrensitzungen 2012

BNN vom 23.1.2012

Rathausstil: „Avanti Dilettanti“
Flößerhalle wurde zur „Narrenkrippe“ / Spektakuläre Dreistigkeiten

Gaggenau-Hörden. Dass „die Hördemer“ so närrisch sind, kommt nicht von ungefähr. Schließlich sind sie „Geboren für d’Fasent“. Unter diesem Motto bewies die „verjüngte“ Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden in ihren drei Damen- und Herrensitzungen am Wochenende eindrucksvoll, dass ihre Aktiven den Fasent-Virus schon mit der Muttermilch aufgesogen haben. In der liebevoll zur „Narrenkrippe“ umgestalteten Flößerhalle erlebten Hunderte Fasebutze eine kindlich verspielte Fasent mit Witz und Biss, Musik und Tanz – souverän und charmant moderiert von Björn Stolle. Elf Gongschläge von Mario Tschans Schulhausband, und schon begann, „Krah-Krah-Hurra“, mit Dominic Heberles „Babysitterboogy“ und Isabell Zehners „Baby“-Sketch der närrische Ausflug in die bunte Welt der Hördemer Pampersrocker, deren erstes gebrabbeltes Wort nicht etwa Mama oder Papa, sondern Helau ist.
Heran geblasen und getrommelt von den Hörtelsteiner Herolden, eröffneten die närrischen Hoheiten Prinzessin Claudia III. (Bühler), Prinz Alwin I. (Moser) und Schlempenkönigin Regina I. (Strößner) offiziell die närrische Gala. Wobei Regina I. als erste Amtshandlung den Schmutzigen Donnerstag zum gesetzlichen Feiertag für alle Frauen erklärte. „Die Männer erhalten Bildungsgutscheine für den Haushalt.“ Auch nicht schlecht, mag sich der neue Närrische OB Matthias Karcher gedacht haben. Schließlich hat sich die ehemalige Männerballett-Elfe vorgenommen, die „spektakulärsten Dreistigkeiten“ ins Visier zu nehmen. Liebevoll bissig widmete er sich den befriedigt durch die Welt reisenden Ergo-Versicherern oder den staugeplagten Gaggenauern, die auf der neuen Automobolischau beim Rotherma bald ihren eigenen „Christofer-Street-Day“ feiern dürfen. Als Antrittsgeschenk überreichte der Neue im Schmalzlocher Rathaus die neue Lärmschutzwand „uf d’r Hördemer Essel“– „unne offe, weil die Planer bei der Planung total be…troffe“.
Auch die Badische Schlempelgruppe machte sich so ihre Fasentgedanken und widmete sich frei nach Bach („Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen“) oder Reinhard Mey („Er ist am Ende. Unser Durst wird wohl grenzenlos sein“) dem Häuserschlempeln in all seinen besäuselnden Facetten. Am Ende war allen klar, was ihnen wichtig erscheint, nämlich „Blutwurz, Zäpfle und Wein“. Schwarzwald-Rapper Markus Lang alias „Otto“ (diesmal ohne „Anna“) stürmte als unheiliger „Graf“ die Bühne und setzte das diesjährige Motto mit seinem Song „Mir sin gebore für d’Fasent“ perfekt um. Die „Gerüchteköche“ tischten die kuriosesten Geschichten aus dem Ort auf. Etwa die von Michael, der sich beim SWR3 für seinen im Krankenhaus befindlichen Schwiegerdrachen das Lied „So kann es sein, so soll es bleiben“ wünschte.
Dass es nicht so bleibt, hoffte indes Chris Wild alias „Cowboy Bill“, der mit seinem Gaul Uschi mit dem Flieger nach Malle reisen wollte, dann auf die Deutsche Bahn umsatteln musste und jetzt „ums Verrecke den Uschi net findet“. Auch „D’Flößer“ machten sich auf den Weg. Nach ihrer musikalischen Zeitreise durchs krisengeschüttelte Europa ließen sie die Besucher die Geburt des neuen Schmalzlocher Zahlungsmittels miterleben: des hölzernen Flößers. Na, wenn das mal keine Zeitungsente war, dass die Wall-Street bald Wood-Street (Holzweg) heißt.
Apropos: Björn Stolle, der große, blonde Zauberonkel mit der Quetschkommode, widmete sich unter dem Titel „Pressestimmen und mehr“ der schwarzweißen Magie direkt aus dem Blatt und den aktuellen Schlagzeilen wie der „Schlecker-Pleite“, der Euro-Krise („selbst den Froschfressern gehen jetzt die Kröten aus“) oder dem Niedergang der FDP, welche „seit Möllemann nicht mehr an den Rettungsschirm glaubt“. Die „Schaumschläger“ erzählten in ihrer Sendung mit der Maus Lach- und Sachgeschichten aus dem Flößerdorf. Sie nahmen „Die Unvollendete“ (Lärmschutzwand) ebenso aufs Korn wie den „Avanti Dilettanti“, den neuen, leichten italienischen Stil im Rathaus. Als lustig vor sich hin gackernde Hühner kümmerten sie sich um ungelegte Eier und hatten bei einem Feldversuch im „Hirsch“  ihre liebe Not mit dem Thekenautomat „Berta“. Helga Hirth und Sabrina Dunz trugen derweil auf offener Bühne ihren Generationenkonflikt aus.
Die „durschtigen Fiddel“ Armin Wild und Rolf Netzer machten als ganz schön schlaue TV-Nostalgiker Furore, die „gern mol wieder Bonanza sehe däde“ – und sich „oifach bled stelle“, was das Leben ungemein erleichtert. Wer sorgt dafür, dass der Michelbacher Gumbe krokodilfrei bleibt? Die seegrasverfilzten Gumbetaucher Eugen Weber und Jürgen Schäfer. Und natürlich wurde auch wieder mitreißend und auf hohem Niveau getanzt.
Diesen Part übernahmen die fantasievoll kostümierten Schau- und Gardetänzerinnen und -tänzer der Narrenzunft. Die Flößergarde präsentierte einen Marsch und ihren temperamentvollen Schautanz „Radiomix“. Die Murgperlen glänzten mit einem Marsch und ihrer Maulwurf-Persiflage „Lasst uns graben“. Die Murgspatzen wirbelten beim Schautanz „Kommt aus euren Häusern raus“ als schnelle Schnecken über die Bühne. Nicht zu vergessen die „Fürig Barthel“. Oder die Herren des Männerballetts „Die Majas“ als niedliche Hosenscheißer – getreu dem Motto „Geboren für d’Fasent.

Ralf Joachim Kraft 

Närrische Probe 2012

Einen gelungenen Einstand in die heiße Phase der Kampagne meldet die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden. Bei der traditionellen närrischen Kostümprobe vor dem Beginn der „Sitzungswoche“ sorgten die drei Zunftmeister Torben Glasstetter, Ruben Schnepf und Reiner Karcher für einen kurzweiligen Einstieg unter dem Motto „für d´Fasent geboren“, wobei Reiner Karcher als Ältester einräumen musste, er müsse wohl irgendwie neben den Jungbrunnen gefallen sein. Vor Vertretern der närrischen Vereine aus der Gesamtstadt bedankte sich der bisherige närrische OB, Thomas Lang, für die Unterstützung in seiner langen Amtszeit. Seine ehemaligen Untertanen rief er vor allem dazu auf, am kommenden Wochenende die Sitzungen zu besuchen.
Zunftmeister Torben Glasstetter überreichte den neuen Tollitäten Schlempenkönigin Regina I., Prinz Alwin I. und Prinzessin Claudia III. (von links) eine Torte.
Den närrischen Hausorden gab es dann für die Sitzungsaktiven, die am kommenden Wochenende in der Flößerhalle die drei Damen- und Herrensitzungen bestreiten werden. Im Mittelpunkt der närrischen Kostümprobe standen aber Ehrungen verdienter Fastnachterinnen und Fastnachter. Zu Ehrenmitgliedern ernannte die Narrenzunft Ingrid Benz, Siegfried Heinze, Rosemarie Immer, Katharina Kistner, Gerd Knapp und Inge Regehr. Mit dem Schmalztopf in Bronze wurden Marielle Burkhardt, Marianne Heinze, Claudia Herm, Andrea Koch, Heiderose Koch, Antonia Manz, Martina Seidt, Harald Strack, Tina Strößner, Hannah Strößner und Guido Zehnle ausgezeichnet. Den Schmalztopf in Silber erhielten Mathias Albrecht, Rebecca Kappler, Julia Karcher, Reiner Karcher, Irene Kühl, Iris Rother und Jessica Sänger Mit dem Schmalztopf in Gold ehrte die Narrenzunft ihr Ratsmitglied Joachim Huber.

Sportlerehrung 2011

Beim Sportlerempfang der Stadt Gaggenau ist die Narrenzunft "Schmalzloch" Hörden gleich mehrfach ausgezeichnet worden. Einerseits erhielten die "Murgperlen" für den siebten Platz bei den Deutschen Meisterschaften des Bund Deutscher Karneval den silbernen Pokal der Stadt überreicht, andererseits zeichnete der Sportausschuss der Stadt Gaggenau und die Volksbank Baden-Baden/Rastatt die Narrenzunft gemeinsam mit dem Tennisclub Blau-Weiß Gaggenau mit dem Jugendförderpreis der Volksbank aus.

Neuer närrischer OB und neue Schlempenkönigin

Regierungswechsel in Schmalzloch: Unser Foto zeigt von links den neuen Närrischen OB, Matthias Karcher, seinen Vorgänger Thomas Lang, den zweiten Zunftmeister Ruben Schnepf, den ersten Zunftmeister Torben Glasstetter, die neue Schlempenkönigin Regina Strößner, den dritten Zunftmeister Reiner Karcher, sowie die verabschiedeten Tollitäten Schlempenkönigin Silvia Bienentreu, Prinzessin Laura Kappler und Prinz Enrico Tschan.

Nach dem Wechsel im Vorstand im Sommer geht die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden mit Volldampf in die neue Kampagne, mit genauso viel Witz und Scharfzüngigkeit wie bisher. Einen ersten Vorgeschmack auf die Dinge, die da kommen werden, gab es bei der offiziellen Fasenteröffnung im Clubhaus des FV Hörden. Dort stellten die drei Zunftmeister Torben Glasstetter, Ruben Schnepf und Reiner Karcher in launigen Worten mit Regina I. (Strößner) als neue Schlempenkönigin und mit Matthias Karcher als neuen Närrischen Oberbürgermeister zwei in der Fastnacht und auf der Bühne erfahrene und bewährte Regenten vor. Was das Narrenglück perfekt machen würde, wäre ein Prinzenpaar, wie Torben Glasstetter in der närrisch-fröhlichen Runde feststellte. Meldungen nimmt der Zunftmeister gerne entgegen. Aus ihren Ämtern verabschiedet wurde das amtierende närrische Dreigestirn mit Schlempenkönigin Silvia I. (Bienentreu), Prinzessin Laura I. (Kappler) und Prinz Enrico I. (Tschan), denen die Zunftmeister für ihren Einsatz besonders dankten. Mit ein wenig Wehmut nahm nach 26 Jahren der dienstälteste Oberbürgermeister der Stadt Schmalzloch, Thomas Lang, Abschied von diesem Amt, das er mit 24 Jahren auch als „jüngster OB in der Gesamtstadt“ angetreten hatte. Der Dank und die Anerkennung der Narrenschar waren ihm sicher. Ein besonderer Dank ging an Klaus Rothenberger (Mitte), der sich nach 47 Jahren Bühnengestaltung in den verdienten närrischen Ruhestand zurückzieht. Reiner Karcher betonte in seiner Laudatio, dass durch den Ideenreichtum und die Kreativität von Klaus Rothenberger die Schmalzlocher Bühnen stets ein Alleinstellungsmerkmal gehabt hätten. In den Dank bezog Reiner Karcher auch das Ratsmitglied Rupert Trost (rechts) als wichtigen Mitstreiter bei der Bühnengestaltung mit ein. Den närrischen Teil in der kameradschaftlichen Runde steuerte Ruben Schnepf bei, der in launigen Worten das Motto der Kampagne erläuterte. „Für d´Fasent geboren“ nimmt dabei einerseits eine alte Schmalzlocher Tugend auf, symbolisiert aber gleichzeitig den in diesem Jahr vollzogenen Generationswechsel an der Spitze des Traditionsvereins. Ehrenzunftmeister Rolf Schnepf, freute sich dabei, dass der Wechsel gut gelungen sei und dass die Narrenzunft mit einer jungen Mannschaft, ergänzt durch bewährte Kräfte, sehr gut für die Zukunft aufgestellt sei.

Neuer Vorstand

Bei der Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden hat sich bei der Hauptversammlung am 25. Juli 2011 ein umfassender Generationswechsel vollzogen. Nach 16 Jahren an der Spitze des Traditionsvereins gab Zunftmeister Rolf Schnepf die „Narrenschell“ an Torben Glasstetter weiter, der zusammen mit dem neu gewählten zweiten Zunftmeister Ruben Schnepf die Geschicke der Hördener Narren in den nächsten Jahren lenken wird. Als 3. Zunftmeister fungiert Reiner Karcher, der die Beiden in ihren Vorstandsaufgaben unterstützen will.
Neue Impulse hat auch der Große Rat erhalten, der gleich um sieben Mitglieder aufgestockt wird. Ansonsten geht die Narrenzunft Hörden mit bewährten Kräften in die nächste Kampagne. Rolf Schnepf ist zum Ehrenzunftmeister ernannt worden. In seinem Rechenschaftsbericht freute sich der bisherige Zunftmeister, dass es in den vergangenen Wochen gelungen ist, die Weichen für die Zukunft zu stellen und die Aufgaben auf mehr Schultern zu verteilen. Dazu war auch eine Satzungsänderung erforderlich, die von der Hauptversammlung ebenso einstimmig verabschiedet worden ist, wie die Wahl des Vorstandes.
Neben den Zunftmeistern sind gewählt worden als Protokoller und Geschäftsführer Bernd Kappler, als 1. Schatzmeisterin Tanja Karcher, als 2. Schatzmeisterin Katrin Heinze, als verantwortlich für den Narrenschopf Reiner Karcher. Das Bauteam übernimmt Stefan Karcher, für den Umzug ist Ralf Epp zuständig, für das Programm der Sitzung Dominic Heberle, für die Veranstaltungstechnik Joachim Huber, für die Tanzgarde Laura Kappler, für die Getränke Werner Bindnagel, für die Küche Karin Veit, für die Historie Rolf Schnepf. Als Beisitzer wurden Charly Nadarzy, Enrico Tschan und Markus Herrmann berufen. Neu in den Großen Rat sind Karin Veit, Stefanie Veit, Markus Herrmann, Katrin Heinze, Laura Kappler, Enrico Tschan und Christian Dräs aufgenommen worden.
Einen Wechsel wird es auch bei der Bühnengestaltung geben. Nach 47 Jahren will sich Klaus Rothenberger aufs „Altenteil“ zurückziehen, wobei Zunftmeister Torben Glasstetter ihn spontan bat, als Berater auch künftig zur Verfügung zu stehen. Einen weiteren Wechsel wird es am 11.11. geben, denn zu diesem Zeitpunkt will der alt gediente Närrische Oberbürgermeister der Stadt Schmalzloch, Thomas Lang, seinen Dienst beenden. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden. Neuwahlen erscheinen unwahrscheinlich. In Hörden wird der OB bestimmt.
Die Jahresberichte im Rahmen der Jahreshauptversammlung haben verraten, dass die Hördener Narren gut aufgestellt sind, vor allem im Jugendbereich, wo über 80 Kinder und Jugendliche aktiv dabei sind. Über badische Meistertitel und die Teilnahme an süddeutschen und deutschen Meisterschaften war bekanntlich wiederholt berichtet worden.

Umzug 2011

BNN vom 7. März 2011

Narren lachen mit der Sonne
Besucherstrom in Schmalzloch / Rund 30 Motivwagen bei über 90 Gruppen
Von Jasmin Bühler und Thomas Dorscheid

Gaggenau-Hörden. Kalendarisch sind es nur noch zwei Wochen bis zum Frühlingsanfang. Das mögen auch die Sulzbacher Fasebutze im Sinn gehabt haben, die beim gestrigen Fastnachtsumzug in Hörden originell als Gärtner, mit Gießkanne auf dem Kopf, auftraten. Und als eine der Fußgruppen gute Laune verbreiteten so wie die aufwendig hergerichteten Prunkwagen wieder Erstaunen hervorriefen. Beispielsweise die Almdudler mit „Troja“ oder die Wasserbüffel mit ihrer „Sendung mit der Maus“. Die Gaukler hatten den „New Orleans Jazz“ beeindruckend in Szene gesetzt, die Hot Chilis präsentierten zu ihrem 30-jährigen Bestehen einen gut gereiften Whisky.
Fantasievoll gestaltete Umzugswagen zeichneten auch diesmal den traditionsreichen Narrenwurm in Schmalzloch aus. Von den über 90 Gruppen, die am Nachmittag ihren Weg durch das Dorf nahmen, bot rund ein Drittel einen eigenen Motivwagen auf. Die entstehen alljährlich mit viel Fleißarbeit in der Wagenhalle der Narrenzunft Hörden; aber auch auswärtige Gruppen sorgen mit ihren selbst hergestellten Wagen für die besondere Attraktivität des ältesten Umzugs im Landkreis. Hinzu kommen die Kapellen, die Fuß- und Kleingruppen als unverzichtbarer Teil des bunten Spektakels in Gaggenaus närrischstem Stadtteil. Insgesamt etwa 2 000 Teilnehmer hatten sich auf die Strecke gemacht, die von mehreren tausend gut gelaunten Besuchern – spürbar mehr Gäste als 2010 – schon erwartet wurden.
An den Eingängen hatten sich zuvor teilweise sogar Warteschlangen gebildet. Petrus zeigte sich von seiner besten Seite und trug seinen Teil dazu bei, dass der Umzug in Regie der Narrenzunft Hörden sehr gut besucht war: Bei sonnigem Wetter war die Umzugsstrecke dicht umlagert. Die Seven-Ups feiern 2011 närrisches elfjähriges Jubiläum und stellten gestern den Prunkwagen für das Prinzenpaar Laura I. und Enrico I („Tarzan und Jane“). Nicht der einzige runde Geburtstag in diesem Jahr: Bekanntlich gibt es die Schlempenkönigin, Oberhaupt aller Schlempen und eine der wichtigsten Traditionsfiguren im Narrendorf Hörden, diesmal im 60 Jahr; sie grüßte vom Wagen des Fanfarenzugs. „Elfjähriges“ feiern heuer auch die „Murgtalschregge“, als Indianer beim Umzug, und d’Lercheberg-Camper als Schmetterlinge. Erstmals in der langen Geschichte des Hördener Umzugs hatten sich die Veranstalter zu einer Moderation entschlossen. Jörg Heinze und Regina Strößner stellten unterwegs wie auch „stationär“ in Höhe der Flößerhalle die Gruppen vor, witzelten miteinander wie auch mit den Umzugsteilnehmern. Was bei den Besuchern gut ankam, so eine kleine BNN-Umfrage am Straßenrand.
Katharina Mrakovic aus Hörden, die jedes Jahr den Umzug im Dorf verfolgt, fand die Moderation „super“; zwar könne man diese nur teilweise hören, meinte Anita Peter, „aber insgesamt finde ich es gut“. Auch Anita Stoll begrüßte die Moderation, sie kann sich aber einen anderen Standort hierfür vorstellen. Am Parkplatz Flößerhalle war das närrische Dorf mit seinen Ständen aufgebaut worden, wo sich gestern große und kleine Narren stärken konnten. „Zwei alkoholbedingte Transporte ins Krankenhaus“ meldete auf BNN-Nachfrage die DRK-Einsatzleitung. Am Samstag war vor dem Schmalzlocher Narrentempel der Narrenbaum gesetzt worden; anschließend fand der 15. Schlempel-Markt als Gemeinschaftsveranstaltung der Hördener Vereine in der Flößerhalle statt.

Umzug 2011 - Es geht los

BNN vom 3.3.2011

Hördener Umzug wird jetzt moderiert
Die Narrenzunft kündigt einige Änderungen an – auch aus Kostengründen
Von unserem Mitarbeiter Markus Steinhauser
Gaggenau-Hörden. Die Vorbereitungen für die „heiße Phase“ der närrischen Tage sind in vollem Gange. Beim Umzug in Schmalzloch am Sonntag wird es in diesem Jahr einige Neuerungen geben. Kosteneinsparungen sowie ein Zugewinn an Attraktivität stehen dabei im Vordergrund. In einem offenen Brief hat die Narrenzunft Hörden über die geplanten Maßnahmen informiert (zum Fastnachtsumzug in Hörden siehe auch die „Tipps zum Umzug“ und das „Stichwort Hördener Wagenhalle“). Ziel sei es, „diesen bunten, vielseitigen und kreativen Umzug zu erhalten“. Mit der jetzigen Finanzierungsform könne man nicht mehr lange bestehen, lautet die unangenehme Botschaft. Im Jahr 2008 betrug der Gewinn pro Besucher 0,50 Euro.
Im vergangenen Jahr verzeichnete die Narrenzunft bereits ein Minus von 0,36 Euro. Damit habe sich der Gesamtverlust von 1 300 Euro im Jahr 2008 beinahe verdoppelt, so die Angaben im offenen Brief. Dabei gehe es keinesfalls darum, Geld zu verdienen, betonen Umzugskoordinator Ralf Epp und Zunftmeister Rolf Schnepf im BNN-Gespräch. „Unser Auftrag ist es, den Umzug als wertvolles Brauchtum in Hörden am Leben zu halten“, sagt Epp. Mit mehreren Maßnahmen will die Narrenzunft die Gesamtausgaben für den Umzug reduzieren. Im Durchschnitt liegt die Zuschauerzahl bei 6 000. Im Vergangenen Jahr hätten nur knapp 4 300 Personen den Umzug besucht, so die Angaben der Narrenzunft. Vor allem das Wetter sei ein nicht kalkulierbares Risiko, erklärt Schnepf. Daher habe man sich Ende des letzten Jahres mit Vertretern der Hördener Fasentgruppen zusammengesetzt und ein Maßnahmenpaket ausgearbeitet. Vor allem der Umzugsteilnehmerabend stelle einen enormen Kostenfaktor dar.
„Wir wollen dieses Alleinstellungsmerkmal natürlich weiterhin halten“, so Schnepf. Daher wird ab sofort ein Selbstkostenpreis von mindestens einem Euro pro Getränk erhoben. Das Essen bleibt weiterhin kostenlos. Um den Umzug in Zukunft attraktiver zu gestalten, wird er in diesem Jahr erstmals moderiert. Dabei wird das Publikum in Höhe der Gaststätte „Anker“ mit zahlreichen Informationen versorgt. Zusätzlich soll ein mobiler Co-Moderator auf der Strecke eingesetzt werden. „Wir versuchen damit, das Ende des Umzugs zu entzerren“, erklärt Schnepf die Maßnahme. Eine enorme Anzahl an Zuschauern auf Höhe der Verkehrsinsel bei der Flößerhalle beendete den Umzug bisher verfrüht. Durch die Moderation soll er nun in Richtung Ottenau verlängert werden. Dass viele Gruppen mit lauter Musik selbst für Stimmung sorgen, sei eine zusätzliche Herausforderung für die Moderatoren, stellt Schnepf fest. Auf dem Parkplatz hinter der Flößerhalle wird es außerdem ein närrisches Dorf mit Ständen geben.
Dort sollen die Gruppen, zusammen mit den Besuchern, am Ende des Umzugs die nachfolgenden Gruppen empfangen. Außerdem wolle man damit die „After-Umzugs-Party“ von der Wagenhalle hinter die Flößerhalle verlagern. Die Unfallgefahr beim Einparken der Wagen sei einfach zu groß, lautet die Begründung im Schreiben der Narrenzunft. Insgesamt wird es im närrischen Dorf sowie entlang der Strecke zwölf Stände geben. Erstmals müssen die Betreiber in diesem Jahr eine Standgebühr entrichten. Der Eintrittspreis, der seit 1998 zwei Euro beträgt, wird auch in diesem Jahr nicht erhöht. „Das stand gar nicht zur Diskussion“, erklärt Schnepf. Die neuen Maßnahmen seien lediglich ein Schritt in die richtige Richtung, um den Schmalzlocher Umzug langfristig in diesem Umfang zu erhalten. Schwarze Zahlen erwarte man auch in diesem Jahr nicht, so die Prognose. Durch das Einstellen der Suche nach weiteren, ortsfremden Musikgruppen sowie einer Reduktion der Ordensvergabe an die Umzugsteilnehmer sollen zusätzlich Kosten eingespart werden.

Hördener Wagenhalle
Als „einmalig“ bezeichnet Zunftmeister Rolf Schnepf von der Narrenzunft Hörden die Kreativität und das Engagement der zahlreichen Helfer, die in der Wagenhalle Hand anlegen. Bis auf einige Ausnahmen bauen die Hördener Fastnachts-Gruppen dort wie jedes Jahr ihre fantasievoll gestalteten Umzugswagen. Das sei mit einem enormen Kostenaufwand für die Narrenzunft verbunden, erklärt der Leiter der Wagenhalle, Reiner Karcher, im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten. Nur durch dieses Angebot sei die Vielzahl an Wagenmotiven in Schmalzloch überhaupt möglich, so Schnepf. Von etwa 90 Gruppen, die diesmal am Umzug teilnehmen werden, bieten etwa 25 einen eigenen Wagen. Wagenmotive würden anderorts zunehmend durch Holzmaskengruppen ersetzt, weshalb man die Hördener Wagenhalle auf jeden Fall erhalten wolle, so die Botschaft der Narrenzunft. mst

Tipps zum Umzug
Gaggenau-Hörden (BNN). Im Vorfeld des Hördener Fastnachtsumzuges am kommenden Sonntag (Beginn 14.11 Uhr) gibt die Narrenzunft einige Tipps für Besucher. • Bereits ab 11.11 Uhr öffnet das närrische Dorf mit seinen Ständen auf den beiden Parkplätzen südlich und nördlich der Flößerhalle die Pforten. Dort wird auch nach dem Umzug bis in den Abend hinein für Stimmung gesorgt sein. • Auswärtigen Besuchern empfiehlt die Narrenzunft, das Gefährt zu Hause zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß nach Schmalzloch zu kommen. Der Karlsruher Verkehrsverbund bedient den Haltepunkt Hörden fahrplanmäßig im Stundentakt zur Minute 56 beziehungsweise 02 in Hörden. Außerdem halten die Eilzüge aus Richtung Karlsruhe um 12.40 Uhr und aus Richtung Freudenstadt um 13.17 Uhr außerplanmäßig an der Hördener Stadtbahnhaltestelle, von der die Umzugsstrecke in einer Minute erreichbar ist. • Nach dem Umzug fahren Züge stündlich mit Abfahrt in Hörden zur Minute 56 in Richtung Freudenstadt und zur Minute 02 in Richtung Karlsruhe. Ferner halten die Eilzüge um 16.40 Uhr in Richtung Freudenstadt und um 17.17 Uhr in Richtung Karlsruhe außerplanmäßig. • Die Umzugsstrecke wird bereits ab zwölf Uhr für den gesamten Verkehr voll gesperrt. Die Narrenzunft betont ausdrücklich, dass es hierbei aus Sicherheitsgründen keine Ausnahmen geben kann. Das gilt für Teilnehmer und Besucher gleichermaßen. • Noch ein Tipp: Die Anzahl der Dixi-Toiletten entlang der Umzugsstrecke wird heuer erhöht. Die Toiletten im Vorraum der Flößerhalle stehen nicht mehr zur Verfügung (die Personalkosten für das Security-Personal in der Halle wären zu hoch); die Flößerhalle bleibt am Sonntag geschlossen.

Sitzungen 2011

Auf die Pirsch mit „Peng Sau hi“
Kurzweilige Show in Hörden zum Jubiläum der Schlempenkönigin wieder mit Dreigestirn
Gaggenau-Hörden. Das erstmals wieder komplette närrische Dreigestirn stand bereit. In der Flößerhalle wartete die Jubiläums-Schlempenkönigin samt Gefolge auf ihren Einsatz. Majestätisch schlempelten die gekrönten Fasebutze der Narrenzunft Schmalzloch Hörden durch den bestens gefüllten Narrentempel. Hübsche Mädchen, reizvolle Damen und attraktive Herren heizten – vom Fasent-Virus infiziert – dem Publikum mit Krah-Krah-Hurra, lustigen Sketchen, originellen Gesangs- und atemberaubenden Tanzeinlagen ordentlich ein. Bernd Kappler hatte sich einen ganz anderen Bazillus eingefangen und musste, statt wie gewohnt die Sitzungen zu moderieren, mit Fieber das Bett hüten. Ein „Bernd out“ sozusagen. „Björn in“ Stolle und Zunftmeister Rolf Schnepf vertraten ihn würdig.
Unter dem Motto „60 Jahre Schlempenkönigin“ feierten die Narren das Jubiläum ihrer Traditionsfigur mit einer kurzweiligen Show. Den Auftakt mit Einmarsch und Tollitäten-Prolog umrahmten die Schulhausband und die von ihren Majorettes begleiteten Hörtelsteiner Herolde. Aus ihren Reihen stammt Schlempenkönigin Silvia I. Das neue Dreigestirn komplettieren die mit Kniefall und Blumen bezirzte Prinzessin Laura I. und der in die Prinzenfalle getappte Enrico I., zwei Aktive der seit elf Jahren bestehenden Umzugsgruppe „Seven up’s“. Badische Freestyle-Schlempen zogen auf der Suche nach „Bollesupp und rotem Wein“ um die Häuser. Der närrische OB Thomas Lang widmete sich der „Wirtschaftskrise, die vorbei; die Bonker stecke wieder Boni ei“. Dominic Heberle stürmte als singender Fasebutz, als „Monsieur Pigalle“ und auch mal im Duett mit der bezaubernden Fasentmarie die Bühne.
Die „Gerüchteköche“ warfen in der Wagehall den Ofen an und versorgten in der Praxis Dr. Knapp die minimal Talentierten, Inkompetenten und Hämorrhoiden-Geplagten. Die „Schaumschläger“ nahmen, unterstützt vom „froonsösischen Puschel-Interviewer Alphonse“, das mit Tristesse statt Finesse regierte Gaggenau samt seiner neuen Lady Gaga Brigitte Schäuble auf die Schippe. Sie präsentierten die „interkommunale Kehrmaschine“ als Kooperation zwischen Gaggenau und Gernsbach, bei der es erstmals „zu einem sauberen Ergebnis“ komme. Als blinde Wildschweinjäger gingen sie mit ihrem chinesischen Kollegen „Peng Sau hi“ auf die Pirsch, machten als „Voll korrekt-Proleten“ oder als „Cindy aus Marzahn und die Cindyrellas“ Furore. „Anna und Otto“ alias Markus Lang und Patrick Heid debütierten mit fastnachtlich umgetexteten Rap-, Rock- und Popsongs. „Fräulein Wirtschaftswunder“ Josephine alias Frauke Grötz begeisterte mit „steigenden Kurven“, kurbelte „shoppend“ die Konjunktur an und meinte: „Ein erfolgreicher Mann ist einer, der mehr verdient, als seine Frau ausgeben kann. Und eine erfolgreiche Frau ist eine, die so einen findet.“ Die Goldkehlchen „D’Flößer“ befassten sich auf ihrem Trip nach Berlin musikalisch unter anderem mit dem „Bla Bla Bla“ im Bundestag, der „Lobbykative“ als der vierten Gewalt im Staate, dem Graf zu Guttenberg und dem Thilo „Sa Sa Sarrazin“.
Fußballfan Matthias Albrecht ließ derweil seinen rosaroten Orakelpaul Rolf Schnepf herausfinden, ob ein Aquarium in Gaggenau falsche Entscheidungen verhindern könnte oder der FV Hörden wieder aufsteigen wird. „Abgestiegen“ vom hinteren Seitental runter nach Hörden ist Eugen Weber, der in gewohnt bedächtiger Manier über alle Facetten seiner schillernden Beziehung zu Gattin Karin „g’redet g’häbt hät“. Ihre liebe Müh’ in Ehe und Alltag hatten die beiden Schnurrantinnen Helga Hirth und Regina Strößner, die im Supermarkt auf ihre Frage „Hän Ihr Dill do?“ zur Antwort bekamen: „Noi, aber longe Gurke, die funktioniere a“. Nun ja, „so long die Welt sich dreht, gibt’s gar nix, was net geht“, sangen die „durschtigen Fiddel“ Armin Wild und Rolf Netzer im „erschte vun ihre drei neue Liedle“. Björn Stolle, der Mann mit der Quetschkommode, hatte auf seiner Tour „Quer durch Europa“ in dieser Hinsicht gewisse Zweifel –vor allem was „Silvio Korruptioni“ betrifft. Zuversichtlicher schien er bei OB Christof Florus, den er auf die Bühne holte und ihm eine Glühbirne in die Hand drückte, damit ihm in den dunklen Gaggenauer Nächten ein Licht aufgehen möge. Ihre Ausnahmestellung in der Region bewiesen erneut die erfolgreichen Schau- und Gardetänzer der Narrenzunft in ihren fantasievollen Kostümen.
Getanzte Lebensfreude pur –auf höchstem Niveau. Die Murgperlen verzauberten mit ihrer badisch vergoldeten Maulwurf-Persiflage „Lasst uns graben“. Die Murgspatzen präsentierten „fein, zart und lecker“ die Entstehung von Popcorn. Die Kängurus, Koalas und Aborigines der Flößergarde entführten nach „Down under“. Und die Herren des Männerballetts „Majas“ flatterten in einem „Best of“ als Bienchen über die Bühne, ließen es als Schotten kräftig Dudeln unterm Rock und zauberten als Miss Piggy, Kermit und Ko. die „Muppets-Show“ auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

Ralf Joachim Kraft

Närrische Probe 2011

Bei der traditionellen närrischen Kostümprobe vor dem Beginn der heißen Phase präsentierten Zunftmeister Rolf Schnepf und Vize Jörg Heinze die neuen Orden: die Schlempe als Erinnerung an das Thema des Jahres: „60 Jahre Schmalzlocher Schlempenkönigin“. Mit den Halsbeschwerern sind vor allem auch die Sitzungsaktiven bedacht worden.
Im Mittelpunkt der närrischen Kostümprobe standen aber Ehrungen verdienter Fastnachterinnen und Fastnachter. Zu Ehrenmitgliedern ernannte die Narrenzunft Gustav Amann, Dr. Arnd Bölzner, Lothar Huber, Alois Krug, Waldemar Lingenfelder, Edgar Martin, Helga Röstl, Inge Schmelzle, Rudolf Spissinger und Renate Wunsch. Mit dem Schmalztopf in Bronze wurden Andrea Brünle, Karl-Heinz Brünle, Petra Busch, Ina Fahrner, Alexandra Koch, Larissa Liebmann, Manuel Liebmann, Rainer Liebmann, Krimhild Meier, Nadine Pfenninger, Doris Poppe, Frank Poppe, Jürgen Schäfer, Ruben Schnepf, Constantin Schnepf, Jasmin Seiler, Sabrina Trost, Manuela Ullrich, Eugen Weber und Sylvia Zellmer ausgezeichnet. Den Schmalztopf in Silber erhielten Ingrid Eckert, Rose Falk, Diana Grötz, Frauke Grötz, Jörg Heinze, Bärbel Karcher, Uwe Karnasch, Ingrid Kohler, Christine Lang, Linda Lang, Bianca Marteau, Heiner Metzger, Franz Regending, Sabine Rother und Ralf Weber.

Neues Dreigestirn vorgestellt

Mit einem kompletten närrischen Dreigestirn und einem Jubiläum geht die Narrenzunft "Schmalzloch" Hörden in die neue Kampagne. Zunftmeister Rolf Schnepf präsentierte die neuen Tollitäten im Rahmen der familiären Fasenteröffnung des Großen Rates im Clubhaus des Fußballvereins: Schlempenkönigin Silvia I. (Bienentreu), Prinzessin Laura I. (Kappler) und Prinz Enrico I. (Tschan), alle drei "alte Hasen" in der Hördener Fastnacht.
Verbunden mit Schlempenkönigin Silvia, die im Übrigen dem aus der Narrenzunft hervorgegangenen Fanfarenzug entstammt, der im kommenden Jahr 50-jähriges Bestehen feiert, ist ein weiterer runder Geburtstag. 1952 war mit Lotte Witzemann die erste Hördener Schlempenkönigin ausgerufen worden. Mithin können die Schmalzlocher zum 60. Mal die weltweit einmalige Traditionsfigur feiern. Mit Laura I., im „Nebenberuf“ Trainerin der Schmalzlocher Tanzgarden, und Enrico I. schlüpfen zwei Aktive der Umzugsgruppe „Seven up´s“ zum elfjährigen Bestehen der Gruppe in die närrischen Rollen. Abschied nehmen hieß es bei der Inthronisierung von Schlempenkönigin Martina I. (Knapp), der Rolf Schnepf herzlich für ihr Engagement dankte.
Das Foto zeigt von links Zunftmeister Rolf Schnepf, Prinzessin Laura Kappler, Prinz Enrico Tschan, Schlempenkönigin Silvia Bienentreu, die verabschiedete Schlempenkönigin Martina Knapp und den zweiten Zunftmeister Jörg Heinze.

Hauptversammlung 2010

Ohne Übertreibungen: Die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden zeigte sich bei ihrer Hauptversammlung im „Ochsen“ ganz einfach zufrieden mit dem Geschäftsjahr und der zurückliegenden Kampagne. Zunftmeister Rolf Schnepf sprach von einem Vereinsjahr ohne besondere Höhepunkte aber auch ohne jeglichen Tiefpunkt. Wobei die Hördener Narren sich auf hohem Niveau bewegen mit insgesamt neun öffentlichen Veranstaltungen, sowie den vier Tanzshows im Geschäftsjahr 2009. Sorgen bereitet den Hördener Narren indessen die Entwicklung der Finanzen, die geprägt sind von steigenden Ausgaben und stagnierenden, teilweise auch rückläufigen Einnahmen. Allein für die GEMA musste die Narrenzunft Hörden im vergangenen Geschäftsjahr rund 5500 Euro auf den Tisch legen. Man werde nicht umhinkommen, sich über Ausgabensenkungen und Einnahmeerhöhungen in allen Bereichen zu unterhalten, wobei vom Vorstand bereits entsprechende Weichenstellungen getroffen worden sind, wie der Zunftmeister und Schatzmeisterin Tanja Karcher berichteten.
Neuwahlen standen in diesem Jahr nicht an, gleichwohl erinnerte Rolf Schnepf daran, dass der bereits im vergangenen Jahr eingeleitete personelle Umbruch fortgesetzt werde und er nach Ablauf der nächsten Kampagne nicht mehr für das Spitzenamt zur Verfügung stehe. Für die kommende Kampagne konnte der Zunftmeister ankündigen, dass es aller Wahrscheinlichkeit nach wieder ein närrisches Dreigestirn geben werde. Näheres dazu gibt es bei der Fasenteröffnung im November. Auch für die Damen- und Herrensitzungen haben die Vorbereitungen begonnen. Hier will die Zunft durch einige Neuerungen ihre Vorreiterrolle im Sitzungsablauf unterstreichen und noch mehr junge Jahrgänge für die Saalfastnacht begeistern.
Protokoller Bernd Kappler würdigte die harmonische Arbeit in den Gremien der Narrenzunft und freute sich über weiterhin steigende Mitgliederzahlen. Die Kassenprüfer Thomas Lang und Karin Veit stellten Schatzmeisterin Tanja Karcher ein gutes Zeugnis aus, sodass die Entlastung des Gesamtvorstandes nur Formsache war. Jugendleiterin Bianca Kraft erinnerte an die Schmalzlocher Maskengaudi und den Kindermaskenball, die beide vom Jugendausschuss organisiert worden waren, die Maskengaudi unter der tatkräftigen Mithilfe der Wetterhexen. Auch eine Musicalfahrt nach Stuttgart stand auf dem Programm.
Seit 2001 sind die Tanzgarden ununterbrochen im Finale der Deutschen Meisterschaften des Bund Deutscher Karneval dabei. Ein Ziel, das die über 80 Aktiven auch in der neuen Kampagne anstreben, wie Laura Kappler berichtete. Drei erste Plätze, darunter eine Badische Meisterschaft, vier zweite Plätze, darunter zwei Badische Vizemeisterschaften sowie fünf dritte Plätze bei Turnieren des BDK haben auch diesmal wieder die Ausnahmestellung der Hördener Tanzgarde im Landkreis Rastatt unterstrichen. Auch im Narrenschopf läuft alles nach Plan, wie Reiner Karcher kundtat. In den nächsten Wochen werde es einige Schönheitsreparaturen geben.
Ortsvorsteher Mathias Albrecht würdigte die Narrenzunft als konstanten Faktor im Dorfgeschehen. Angesichts der personellen Veränderungen wünschte sich Albrecht „Erfahrene und mutige Junge“ an der Spitze des Vereins. Zu neuen Kassenprüfern wählte die Versammlung Karin Veit und Kai Karcher. In den Ehrenrat der Narrenzunft sind Manfred Gerhard, Rolf Lang, Joachim Huber, Renate Kappler, Kirsten Pompeuse-Schnepf und Helmut Knapp berufen worden.

SWR4 zu Gast im Narrenschopf

Fasentstimmung pur herrschte schon mal am Samstag, 30. Januar 2010, als SWR4 live aus dem Narrenschopf die "Wunschmelodie" mit Moderatorin Irene Merkel sendete.

Sitzungen 2010

BNN vom 19. Januar 2010

Hördener Narren brauen zauberhafte Mixtur
In der „Hexenküche Flößerhalle“ überzeugt die Narrenzunft „gefühlte drei Stunden lang“ / Albrecht und Schnepf nehmen die neue Unterführung aufs Korn
Gaggenau-Hörden. Krötenschleim und Schlangenzahn – wenn die Wetterhexen fliegen, bringen sie mal Sonne, mal Orkan. Und am Wochenende feierten sie ihren 30. Geburtstag. Entsprechend stürmisch und verhext ging’s zu in den von Bernd Kappler moderierten Damen- und Herrensitzungen der Narrenzunft Schmalzloch Hörden, die am Freitag, Samstag und Sonntag Hunderte Fasebutze in die Hexenküche der Flößerhalle lockten.
Unter dem Motto „Fasent isch (k)eine Hexerei“ brauten die Narren mit Krah-Krah-Hurra eine zauberhafte Mixtur. Wie immer „gefühlte drei Stunden lang“. Den mit elf Gongschlägen eingeläuteten Auftakt gestalteten die Hörtelsteiner Herolde und ihre „Lucky Girlies“ (Leitung: Matthias Zimmer), die Schulhausband (Leitung: Mario Tschan) und die übers Bühnenparkett „fegenden“ Wetterhexen (Trainerin: Jasmin Ahrens). Aus deren Reihen stammt auch die neue, inzwischen 58. Regentin Martina I. (Knapp) – „in toller Tracht als Königin der Schlempe, des hätt’ ich nie gedacht. Bin blond und etwas fester, bin halt ’ne Krankenschwester“. Bei so viel Hexerei wurd’ ihm nicht bang. Es grüßte aus dem Schmalztopf der närrische OB Thomas Lang. „In diese Zeite, ich kann’s euch sage, hört man so viele Klage. Überall fehle die Mittel, nur die Chefs stecke immer noch g’nug in die Kittel.“ Auch das FVH-Debakel und die Schweinegrippe nahm der mit 25 Jahren Amtszeit dienstälteste OB auf die Schippe. Damit nach jahrelangem Warten endlich was geht, bekommt Kollege Florus am Bande den Magnet, „und der isch immerhin bar bezahlt“.
Mit dem umgetexteten U2-Hit „With or without you“ und einem geschmetterten „Mir brauche koiner, der uns sagt, wie man Fasent feiert hier im Ort“ begeisterte Dominic Heberle. Die „Gerüchteköche“ rührten derweil eifrig im Hexensud und servierten als Stammtischbrüder im „Ochsen“ brühwarm die zotigsten Geschichten aus dem Ort. „Was bring’sch oinem mit, der eh scho alles hat?“, fragten sich die „durschtigen Fiddel“ Armin Wild und Rolf Netzer. Am besten drei neue Liedle samt Gastauftritt von Lynyrd Skynyrd. Zwar waren Armin und Rolf noch nie in Alabama. Die Halle rockten sie aber, als wären sie frisch aus den Südstaaten importiert.
Die in Verbalerotik geübte Herdakrobatin und Sexy-Hexy-Starköchin Josephine alias Frauke Grötz gelangte im Kochstudio zu der Erkenntnis: „Männer denken nur an das eine – ans Essen. Drum: Wer sich nicht wehrt, endet am Herd.“ Seine liebe Mühe mit der buckligen „Verwandtschaft wie sie singt und lacht“ hatte „Fasnachtsmuffel“ Chris Wild in seinem gelungenen Beitrag „Fasent – So en Blödsinn“. Der 13-jährige Sohn vom Mostel erntete zu Recht viel Beifall. Den gab’s in „Verhext noch mal“ auch für die seit 25 Jahren aktiven Meister des Klamauk: Die „Schaumschläger“ nahmen den Gaggenauer Pleitegeier und die Probleme beim abstiegsgefährdeten FV Hörden („Eins ist gewiss: Vor unserer Mannschaft hat niemand Schiss“) ins Visier. Sie ließen die Senioren Frieda und Karl über ihre Ehe kalauern oder machten „echt krass“ als „Isch weiß, wo dein Haus wohnt“-Proleten in Schlabberklamotten Furore.
Im schmuddeligen Berber-Look präsentierten sich indes die „Gaggenauer Hopfenschlingel“ Matthias Albrecht und Rolf Schnepf, die unter der neuen Unterführung hausen, bei Murghochwasser abzusaufen drohen, statt mit einer sicheren Essel-Anbindung mit einer Billiglösung leben müssen – und mit einem OB, der inzwischen ein echter Neurotiker sei: „Er hat den Sparzwang.“ Eine Investition gibt’s trotz allem: An der Ortsausfahrt werden die Schilder ausgetauscht – statt Hörden steht jetzt Hoerden drauf. „Der FVH braucht jeden Punkt!“ Bajuwarisch deftig ging’s zu im Flößerstadl, wo D’Flößer einen Plattler aufs Parkett legten und sich musikalisch mit dem Klimagipfel, dem künftigen Bau der C-Klasse in den USA, der abgekühlten Liebe von CDU und FDP und dem scharfen Paten Berlusconi befassten. Als talentfreier Fahrschüler brachte Ruben Schnepf seine Lehrerin Julia Schiel zur Weißglut.
Mit der Quetschkommode bewaffnet, huldigte Jupp aus Kölle alias Björn Stolle dem juten Kölsch, dat immer rin jeht, und stimmte ein „traurijes Liedschen zur schleschten Vorrunde des FC Bayern“ an. Wenn daheim mal wieder dicke Luft herrscht, dann gibt’s für Eugen Weber, den Mann aus dem zweiten östlichen Seitental, nur eines. Er flieht vor seiner „staatlich angetrauten Steuerermäßigung“ in die Flößerhalle, um dort seine Pointen zu setzen – aber gaaanz bedächtig.
Auch die erfolgreichen Schau- und Gardetänzer der Narrenzunft machten ihrem Namen wieder alle Ehre. Mitreißend, rasant, präzise wie ein Uhrwerk und in farbenfrohe, originelle Kostüme gehüllt. So kennt man die Murgspatzen (Trainer: Conny Dannenmaier, Nicole Salamunovic, Melanie Hirth), die mit ihrem neuen Tanz „Popcorn“ begeisterten. So kennt man die Murgperlen (Trainer: Laura Kappler, Sandra Tschan), die als putzmuntere „Fische“ den Narrentempel kurzzeitig in ein Aquarium verwandelten. Und so kennt man auch die flotten „Bienen“ der Flößergarde (Trainer: Renate und Laura Kappler), die hinreißenden Fürigen Barthel (Trainerin: Heike Rieger) oder das gekonnt über die Bühne wirbelnde Tanzmariechen Miriam Zalewski.

Ralf Joachim Kraft

 

Närrische Probe 2010

Verhexte Zeiten stehen den Hördener Narren bevor. Bei der traditionellen närrischen Kostümprobe vor dem Beginn der heißen Phase 2010 präsentierten Zunftmeister Rolf Schnepf und Vize Jörg Heinze die neuen Orden – ein Hexenkopf. Mit den Halsbeschwerern sind vor allem auch die Sitzungsaktiven bedacht worden, die der Flößerhalle die drei Damen- und Herrensitzungen bestreiten werden.
Im Mittelpunkt der närrischen Kostümprobe standen aber Ehrungen verdienter Fastnachterinnen und Fastnachter.
Zu Ehrenmitgliedern ernannte die Narrenzunft Horst Anselm, Erich Merz, Josef Streck, Anita Traub und Fritz Wilkesmann. Mit dem Schmalztopf in Gold mit einem Brillanten, der erst nach einer mindestens 44-jährigen Aktivität verliehen wird, sind Konrad Hartmann, Waldemar Lingenfelder und Peter Mack geehrt worden.
Der Schmalztopf in Gold für mindestens 33-jährige Aktivität ging an Bernd Kappler, Marion Koch, Andrea Lüders, Kirsten Pompeuse-Schnepf, Rolf Schnepf, Regina Strößner, Manfred Traub und Maria Trost. Mit dem Schmalztopf in Silber wurden Stefanie Dräs, Wolfgang Eckert, Larisa Eller, Sandra Götzmann, Laura Kappler, Angelika Karcher, Detlev Kohler, Guiseppe Lang, Renate Lang, Rolf Maier, Gerhard Strobel, Melanie Tiedtke, Ralf Traub und Andreas Ullrich ausgezeichnet. Der Schmalztopf in Bronze ging an Elvira Baumgart, Jan Dieterle, Silke Epp, Melanie Hirth, Jonas Koch, Uwe Merkle, Matthias Obert, Julia Obert, Ann-Katrin Pohlers, Nicole Poppe, Miriam Rahner, Jana Rahner, Nicole Regending, Hrvoje Salamunovic, Michael Schiel, Ilse Schiel, Mario Tschan, Ralf Wunsch und Georg Wunsch.

Fasenteröffnung 11.11.2009

Ist Fastnacht eine Kunst? – Manche sagen ja, andere lachen nur über soviel Selbstverständnis. In Schmalzloch-Hörden bringt die Narrenschar die Frage auf einen ganz anderen Punkt: Fasent isch (k)eine Hexerei heißt das Motto, mit denen sich die Hördener Narren selbst auf den Arm nehmen und gleichzeitig die Schmalzlocher Wetterhexen, die im kommenden Jahr 30 Jahre alt werden, mit Kräften unterstützen. Beim närrischen Aufgalopp der Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden im Clubhaus des FV Hörden stellte Zunftmeister Rolf Schnepf nicht nur das Motto in launigen Worten vor, er konnte auch die neue Regentin über die Narrenschar vorstellen: Martina I. (Knapp), selbst Mitglied der Wetterhexen ist die inzwischen 58. närrische Regentin. Ein besonderes Dankeschön richtete Schnepf dabei auch an die scheidende Schlempenkönigin Sigrid Ramsteiner, die nach eigenen Worten keine Sekunde der vergangenen Kampagne missen wollte.

Einweihung der Prinzenhütte

Am 24. Mai 2003 wurde am Dreizielstein, also dort, wo die Gemarkungen von Hörden, Loffenau und Gernsbach zusammenstoßen, ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nachdem die Forstverwaltung in den vergangenen Monaten Sturmschäden beseitigt und den Platz, wo die Gemarkungen zusammenstoßen, hergerichtet hatte, setzte die Narrenzunft „Schmalzloch“ Hörden ein weiteres Zeichen: Die „Schmalzlocher Prinzenhütte“ konnte eingeweiht werden.
Sie ist Teil des Umzugswagens des Schmalzlocher Fasentprinzenpaares von 2003, Prinzessin Tanja I. und Prinz Matthias II. Von fleißigen Helfern der Narrenzunft Hörden hier aufgestellt, soll sie künftig diesen herrlichen und stillen Ort in freier Natur verschönen und Wanderern Schutz und Unterstand gewähren. Errichtet wurde sie für Menschen, die Freude an der Natur haben und bereit sind, diese auch zu bewahren.